Schritte zur Abrüstung
 
VERANSTALTUNGSANGEBOT DER DFG-VK
 
Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch
Wege aus dem Krieg in Afghanistan
Veranstaltungsreihe November 2009 mit fünf Referenten
Im Vorfeld der geplanten Mandatsverlängerungen im Bundestag
 
In Afghanistan findet ein Krieg mit immer stärkerer deutscher Beteiligung statt. Dieser droht zu einer langjährigen Auseinandersetzung ohne Perspektive zu werden, mit der NATO und Deutschland als Kriegsparteien.
Dabei stößt die auf dem NATO-Gipfel Anfang April beschlossene weitere Ausweitung der Truppenstärke und der Kriegshandlungen in Afghanistan und inzwischen auch in Pakistan auf immer größere Kritik in der Öffentlichkeit. Mehrere Zehntausend zusätzliche Soldaten wollen die USA in diesem Jahr nach Afghanistan entsenden, um gegen die stärker werdende Aufstandsbewegung vorzugehen. . Die Bundeswehr kann mittlerweile bis zu 4.500 Soldaten am Hindukusch einsetzen, vor allem die „Schnelle Eingreiftruppe“ ist zunehmend auch offensiv tätig.. Beschlossen wurden damit auch weitere zivile Opfer - nahezu täglich berichten Medien darüber. Ein Strategiewechsel für die Beendigung des Krieges und eine dauerhafte friedliche Entwicklung des Landes ist nicht erkennbar.
 
Welche eigenen Interessen verfolgt die Bundesregierung am Hindukusch? Sind die Interessen Deutschlands und Europas im Afghanistankonflikt identisch mit jenen der USA? Was könnte und müsste Deutschland beitragen zu einer „Strategieänderung" in Afghanistan, die diesen Namen wirklich verdient? Welche Möglichkeiten hätten die Mitglieder des Bundestages, in diese Richtung zu wirken? Was hindert die deutsche Regierung daran, jetzt Führungsstärke zu zeigen und einen eigenen Weg im Sinne des Friedensauftrages des Grundgesetzes zu gehen? Dazu gehört vorrangig das deutliche Zurückfahren des militärischen Engagements, dessen Beendigung innerhalb weniger Monate, die Umsetzung einer Strategie der Zivilen Konfliktbearbeitung für Afghanistan und die Übernahme einer Vermittlerrolle Deutschlands sowohl zwischen den innerafghanischen Konfliktparteien als auch mit den Interventionsmächten.
 
Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) beschäftigt sich als integraler Bestandteil der deutschen und internationalen Friedensbewegung intensiv mit Auswegen aus dieser katastrophalen Situation. Unser Ziel ist Frieden und Sicherheit für Afghanistan und die Beendigung der Militärintervention. Dieser seit 2001 geführte Krieg kann nicht gewonnen werden, er ruft immer wieder neue Gewalt hervor und zerstört die gesellschaftlichen Strukturen des Landes.
 
Hintergrundmaterialien:
 
Referenten (Stand 16.9.09):
 
Andreas Zumach
Sicher: 1.,6.,7.,8.,13.,14.,15.11.
Evtl. 18.,21.,22.,28.,29.
Kosten: 250 Euro pro Veranstaltung inkl. Reisekosten, wenn vorher/nachher bereits Termin in Deutschland besteht, sonst 300 Euro da Anreise aus Genf.
Steckbrief: Andreas Zumach arbeitet im Palais des Nations, dem europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf, als Korrespondent u.a. für die tageszeitung (taz) sowie für den Rundfunk. Am 7. März wurde dem langjährigen Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) der mit 3.000 Euro dotierte Göttinger Friedenspreis 2009 verliehen.
 
Christoph Hörstel
Sicher: täglich außer 3.11.
Kosten: 150 Euro zuzüglich Bahnfahrt 1. Klasse
Steckbrief: Christoph Hörstel ist Politikberater, ehemaliger ARD-Korrespondent und Buchautor und aufgrund seiner vielzähligen Aufenthalte in Afghanistan seit über 20 Jahren einer der besten Kenner des Landes. Er hat eigens einen konkreten Plan zur Befriedung des Landes entwickelt.
 
 
<Jürgen Wagner
Keine zeitliche Beschränkung
Kosten: Honorar 150 Euro + Fahrtkosten
Steckbrief: Jürgen Wagner ist geschäftsführender Vorstand der Tübinger Informationsstelle Militarisierung und Mitglied der DFG-VK. Er verfasste zahlreiche Artikel und Studien zum westlichen Militäreinsatz in Afghanistan.
 
Tobias Pflüger
Keine zeitliche Beschränkung
Steckbrief: Tobias Pflüger ist seit den 1980er Jahren in der Friedensbewegung aktiv und ist Autor vieler Studien und Artikel zur Militarisierung Deutschlands und der EU. Er ist im Vorstand der Informationsstelle Militarisierung e. V. (IMI), die er begründete. Bei der Europawahl 2009 verfehlte er den Wiedereinzug ins Parlament nach 5 Jahren Abgeordnetentätigkeit Pflüger ist u.a. Mitglied der DFG-VK und ist aktiv im Rat der DFG-VK Dachorganisation War Resisters International: tobiaspflueger.twoday.net/
 
Jürgen Rose
Keine zeitliche Beschränkung
Kosten: Deutsche Bahn-Ticket 1. Klasse Normaltarif. Honorar ist schön, aber nicht notwendig
Steckbrief: Jürgen Rose ist Oberstleutnant der Bundeswehr und Publizist. Öffentliche Aufmerksamkeit erregte Anfang 2007 sein Ersuchen, aus Gewissensgründen von seinen dienstlichen Aufgaben hinsichtlich des Einsatzes von Tornados in Afghanistan entbunden zu werden. Er ist seit November 2006 Mitglied im Vorstand des Arbeitskreises Darmstädter Signal.
 
 
Organisatorisches:
Die DFG-VK Baden-Württemberg koordiniert die Veranstaltungsreihe und bittet alle Gruppen, die eine Veranstaltung organisieren wollen, um möglichst rasche Rückmeldung, wer welchen Referenten .zu welcher Zeit gerne einladen möchte. Wir bieten auf Wunsch an, zentral einen Flyer und ein Plakat nach Bedarf zu erstellen, zu drucken und zu verschicken. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten pro Veranstalter. Es lohnt sich sowohl aus Kostengründen als auch um die Öffentlichkeit vielfältig zu informieren, pro Veranstaltungsort mehrere Angebote zu organisieren (Abendveranstaltung, Matinee, Besuche bei Abgeordneten, Schulbesuche, Podiumsdiskussionen mit den neugewählten Bundestagsabgeordneten). Interessant sind auch Veranstaltungen im Rahmen der ökumenischen Friedensdekade vom 8.-18. November, die dieses Jahr unter dem Motto steht „Mauern überwinden“.
 
Kontaktaufnahme zu den Referenten und Koordination:
 
Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)
Landesverband Baden-Württemberg
Haußmannstr. 6, 70188 Stuttgart
Fon 0711-2155112, Fax 0711-2155214
 
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