Schritte zur Abrüstung
 

Zeitungsanzeige anläßlich der Abstimmung im Bundestag über die Verlängerung der Mandate der Bundeswehr für Afghanistan:

Frieden für Afghanistan! Verhandeln statt schießen!

Deutschland führt Krieg in Afghanistan. Der Krieg eskaliert: Immer mehr Soldaten, immer mehr Opfer. Die NATO drängt darauf, daß die deutsche Truppe auf 7000 Soldaten aufgestockt wird. Sicherheit und Frieden, Demokratie und Schutz der Menschenrechte sind jedoch durch Krieg nicht erreichbar.

Immer mehr BürgerInnen erkennen, dass der Terrorismus durch den Krieg nicht bekämpft, sondern gefördert wird.

Deutschlands Sicherheit wird nicht am Hindukusch verteidigt, sondern durch eine Politik des Interessenausgleichs, der Entmilitarisierung und der Abrüstung.

Die Verfolgung imperialer Ziele wie z.B. die Errichtung von dauerhaften Stützpunkten in einer Region, die für strategisch wichtig gehalten wird, hat keine politische und rechtliche Legitimation.

Immer mehr Menschen erkennen, dass die Milliarden von Dollar oder Euro, die die Militärmaschinerie verschlingt, besser für humanitäre Hilfe und Wiederaufbau verwendet werden sollten.

Die Initiatoren und UnterzeichnerInnen dieses Aufrufs fühlen sich verbunden mit den Friedensbewegungen in Holland und Kanada, die bereits zum Rückzug ihrer Truppen beigetragen haben, und denen in den USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Australien, die den jeweiligen Abzug aus Afghanistan fordern.

Daher appellieren wir an die Abgeordneten des Bundestages:

  • Stimmen Sie gegen die Verlängerung und Aufstockung der Mandate der Bundeswehr!
  • Unterstützen Sie Bemühungen um einen sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen zwischen allen Kriegsparteien!
  • Treten Sie ein für die Erhöhung der zivilen Hilfe für Afghanistan in Höhe der eingesparten Kosten für die Kriegführung!

Wir fordern alle verantwortungsbewußten Bürgerinnen und Bürger auf:

  • wirken Sie in diesem Sinne auf Ihre/n Abgeordnete/n ein
  • unterstützen Sie unsere Aktionen für eine Verhandlungslösung in Afghanistan
  • Treten Sie ein für weitere Schritte zur Abrüstung, wie z. B. Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und Senkung des Rüstungshaushalts.

Liste der Erstunterzeichner

Aachener Friedenspreis e.V., Arbeitsstelle Frieden und Abrüstung e.V., Dr. Matin Baraki (Marburg), Roland Blach (Landesgeschäftsführer DFG-VK Baden-Württemberg), Reiner Braun (Sprecher der Kooperation für den Frieden, Geschäftsführer der IALANA), Peter Bürger (kath. Theologe & Publizist, Bertha-von-Suttner-Preisträger 2006, Düsseldorf), Prof. Dr. Andreas Buro (Grävenwiesbach), Prof. Hans Peter Dürr (München), Helga Ebel, Ulrich Finckh (Bremen), Thomas Gebauer (medico international e.V.), Regina Hagen (Darmstadt), Irmgard Heilberger (Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, Neuburg), Christine Hoffmann (Generalsekretärin pax christi), Mike Kamp (Herausgeber Folker), Helene und Dr. Ansgar Klein (Würselen), Günther Knebel (Geschäftsführer Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer, EAK), Komitee für Grundrechte und Demokratie, KURVE Wustrow – Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion e.V., Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie, Prof. Mohssen Massarat, NaturwissenschaftlerInnen-Initiative Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit e.V., Netzwerk Friedenssteuer, Pax Christi Gruppe Bonn, Tommy Rödl (Landesgeschäftsführer DFG-VK Bayern), Clemens Ronnefeldt (Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des internationalen Versöhnungsbundes, Freising), Monty Schädel (DFG-VK Bundesgeschäftsführer), Horst-Eberhard Richter, Michael Schmid (Gammertingen), Horst Schmitthenner (Beauftragter des IG-Metall Vorstands), Frieder Schöbel (Braunschweig), Joachim Schramm (Landesgeschäftsführer DFG-VK Nordrhein-Westfalen), Kathrin Vogler (MdB), Ute und Dr.-Ing. Matthias Wendt, Würselen, Roger Willemsen (Regisseur, Autor etc.)

Zeitungsanzeige in der Süddeutschen Zeitung am 28.-29.11.2009, Unterstützungserklärungen bis 25.11. (nachmittags) berücksichtigt. Wir danken allen SpenderInnen für die Unterstützung Falls Sie weiterhin von uns Informationen erhalten wollen, abonnieren Sie bitte den Newsletter