Verhandeln statt schießen - den Afghanistan-Krieg beenden!

Keine Verlängerung des Mandates der Bundeswehr!
Kontakttage vom 7. bis 16. Oktober 2008

Wenden Sie sich noch vor der Bundestagsdebatte am 16. Oktober an Ihren MdB!

E-Mail an Abgeordnete:

Sehr geehrte Dame / geehrter Herr
am 16. Oktober 2008 soll der Deutsche Bundestag über die Verlängerung des Mandates für die Beteiligung der Bundeswehr an "ISAF" und am 13./14. November über die an der "Operation Enduring Freedom" in Afghanistan entscheiden.

Ich möchte Sie auffordern, in beiden Fällen dagegen zu stimmen!

Sie werden entscheiden, ob der Interventionskrieg der USA und der NATO in Afghanistan ins achte Jahr gehen wird. Die ursprünglich als Selbstverteidigung der USA gerechtfertigte Intervention ist mittlerweile zu einem Kampf gegen die Taliban und andere Aufständische, mit der angeblichen Mission, das Land in eine Demokratie zu verwandeln und zu entwickeln, geworden.

Die Bundeswehr ist Kriegspartei in Afghanistan. Beständig wird die Einsatzzahl deutscher Soldaten erhöht: Sie sollen über eine Aufstockung auf 4.500 Soldaten entscheiden. Zugleich steigen die Opferzahlen der Zivilbevölkerung rapide an. Für die Afghanen schwindet die Unterscheidung zwischen "gutem" ISAF- Einsatz und "schlechtem" OEF- Einsatz, die schon immer theoretisch war. Zivile Hilfsorganisationen distanzieren sich vom Militär, um nicht als Hilfstruppen des vorgeblichen Krieges gegen den Terrorismus zu erscheinen.

Den Sieg in Afghanistan zur Existenzfrage der NATO zu erklären, wie es die Kanzlerin tut, errichtet eine unlautere Hürde gegen die notwendige Kurskorrektur. Denn das Argument, aus Bündnissolidarität in Afghanistan militärisch präsent sein zu müssen, widerspricht dem Charakter der NATO als einem Verteidigungsbündnis. Die gegenwärtige Ausweitung seiner Aufgaben ist rechtlich umstritten und wird von der Bevölkerung mehrheitlich nicht gewollt.

Wir bitten Sie, Verhandlungen zwischen allen Kriegsparteien, die jüngst Präsident Karsai oder der britische Kommandeur Brigadegeneral Mark Carleton-Smith in Afghanistan vorgeschlagen haben, zu fordern und zu unterstützen.

Der Abzug der Bundeswehr bedeutet nicht, die Menschen in Afghanistan im Stich zu lassen. Auch aus dem Land selbst kommt die Forderung nach einem Strategiewechsel. Eine Friedensjirga aus 3.000 Stammesführern und Persönlichkeiten hat die Bundesregierung zur Einstellung aller Kampfhandlungen und zur Nennung eines raschen Abzugsdatums der deutschen Truppen aufgefordert. Deutschland solle zusammen mit anderen Staaten einen Verhandlungsprozess zwischen afghanischer Regierung und den Widerstandskräften anregen und unterstützen.

So wie ich lehnt eine Mehrheit der BürgerInnen in Deutschland die deutsche Kriegsbeteiligung in Afghanistan ab. Haben Sie den Mut, Fehlentscheidungen zu korrigieren

mit freundlichen Grüßen

Abstimmungsergebnis Deutscher Bundestag 15.11.2007

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Wenn Sie den Namen Ihres Wahlkreises nicht kennen, können Sie ihn hier suchen: www.bundestag.de/mdb/wkmap/index.html. Kehren Sie dann zur Fortsetzung auf unsere Seite zurück.

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