In Afghanistan herrscht Krieg und Deutschland ist über die Beteiligung der Bundeswehr immer stärker involviert! Nach der Entsendung der Tornados im Frühjahr 2007-Einsatz folgten in diesem Jahr die Entsendung einer Kampftruppe mit 200 Soldaten in den Norden, die zunehmend intensiveren Anfragen nach Beteiligung der Bundeswehr im umkämpften Süden und die Diskussion über die Aufstockung von derzeit 3.500 auf mindestens 4.500 Soldaten. Deren Einsatz wird damit immer riskanter. Dabei bleiben die Umfragewerte in Deutschland eindeutig: Die Unterschiede des von den USA geführten, martialischen OEF-Einsatzes mit der UN-mandatierten ISAF-Mission verschwinden immer mehr.
Die Sicherheit der Afghanen hat sich im Verlauf der Militärintervention weiter verschlechtert. Immer mehr Zivilisten kommen bei Bombardements, Militäreinsätzen und Selbstmordanschlägen ums Leben. Mit dem Konzept der "zivil-militärischen Zusammenarbeit" werden die Nicht-Regierungsorganisationen tendenziell zum Bestandteil militärischer Operationsführung. Von demokratischen Verhältnissen ist Afghanistan weit entfernt. Viele sprechen bereits von einer Irakisierung Afghanistans. Vergleiche mit der Niederlage der USA in Vietnam werden gezogen. Schuld daran ist eine Politik, die mit militärischen Mitteln vorgeblich Frieden in das Land am Hindukusch bringen will - und die Lage doch nur immer mehr verschärft. Die wahren Motive des Nato-Einsatzes werden verschwiegen: Es geht um Rohstoffe, um den Bau von Pipelines und nicht zuletzt um strategische Vorteile gegenüber dem Iran und China.
Die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) beschäftigt sich als integraler Bestandteil der deutschen und internationalen Friedensbewegung intensiv mit Auswegen aus dieser katastrophalen Situation. Unser Ziel ist Frieden und Sicherheit für Afghanistan und die Beendigung der Militärintervention. Dieser seit 2001 geführte "Krieg gegen Terror" kann nicht gewonnen werden da er immer wieder neue Gewalt hervorruft.
Christoph R. Hörstel, ehemaliger ARD-Korrespondent, Buchtautor und Politikberater, ist einer der besten Kenner des Landes. Er macht die Hintergründe des militärischen Engagements der USA und ihrer willigen Helfer deutlich und sagt im Detail, was geschehen muss, um dem seit Jahrzehnten von Krieg und Gewalt heimgesuchten Land endlich Frieden zu bringen. Dazu hat er eigens einen konkreten Plan entwickelt.
Monty Schädel ist Bundesgeschäftsführer der DFG-VK und damit einer der zentralen Anlaufstellen der deutschen Friedensbewegung.
Mit der Veranstaltungsreihe soll die Bevölkerung im Rahmen einer Aktionswoche über die zunehmend schlechtere Lage am Hindukusch informiert werden. Außerdem sollen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages davon überzeugt werden, zukünftig auf die weitere Verlängerung oder Erweiterung des Einsatzes von Bundeswehrsoldaten in Afghanistan zu verzichten.
Kontakt:
Roland Blach, Landesgeschäftsführer der DFG-VK Baden-Württemberg
Haußmannstr. 6, 70188 Stuttgart, Telefon: 0711-2155112, E-Mail: ba-wue@dfg-vk.de
Sonntag, 4. Mai, 20 Uhr
Podiumsdiskussion mit Christoph Hörstel und Monty Schädel Riedlingen Ev. Johannes-Zwick-Haus, Goldbronnerstr. 1
Veranstalter: Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., Ökumenischer Erwachsenenbildungsausschuss Riedlingen
Montag, 5. Mai, 19 Uhr 30
Podiumsdiskussion mit Christoph Hörstel und Monty Schädel Mannheim DGB-Haus, Hans-Böckler-Str. 2a, Willi-Bleicher-Saal
Veranstalter: DFG-VK Mannheim, DGB Mannhem, Friedensplenum Mannheim
Dienstag, 6. Mai, 19 Uhr
Podiumsdiskussion mit Einleitungs-Referat von Christoph Hörstel.
Moderation: Sabine Schiffer (Institut für Medienverantwortung) Vertreter der Erlanger Parteien sind angefragt Erlangen IG-Metall-Saal, Friedrichstr. 7
Veranstalter: DFG-VK Erlangen und Erlanger Bündnis für den Frieden gefördert vom Kultur- und Freizeitamt Erlangen und dem Helmut Michael Vogel Bildungswerk der DFG-VK Bayern
Mittwoch, 7. Mai, 19 Uhr 30
Podiumsdiskussion mit Christoph Hörstel und Monty Schädel Kornwestheim Galeriesaal im Kleihues-Bau, Stuttgarter Str. 93
Veranstalter: DFG-VK Ludwigsburg, Kornwestheimer Initiative für Frieden und Gerechtigkeit
Donnerstag, 8. Mai, 20 Uhr
Podiumsdiskussion mit Christoph Hörstel und Monty Schädel Kirchheim/Teck Kath. Gemeindehaus St.Ulrich, Lindachallee
Veranstalter: Amnesty International, Arbeitskreis Asyl, IG-Metall Esslingen, Pax Christi (jeweils Gruppe Kirchheim/Teck), Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen(DFG-VK) Neckar-Fils, Friedensinitiative Kirchheim/Teck, GEW Kreisverband Esslingen-Nürtingen
Freitag, 9. Mai, 19 Uhr
Referat Christoph Hörstel mit anschl. Diskussion Freiburg Gewerkschaftshaus
Veranstalter: DFG-VK Freiburg, Friedensplenum Freiburg
Infos zu Christoph Hörstel:
Infos zu Monty Schädel:
www.montyschaedel.de; www.dfg-vk.de