Mindelheimer Zeitung, 1.8.2006:

Auf Achse für Frieden und Abrüstung -
Friedenradlerinnen machen Halt in Mindelheim

Die Friedensfahrradtour der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) machte am 30.07.Station in Mindelheim: 20 FahrerInnen ziehen in diesen Tagen von München über Lindau, Friedrichshafen und Oberndorf nach Ludwigsburg.

An Standorten der Rüstungsindustrie und der Bundeswehr wollen sie mit Menschen ins Gespräch kommen und für ihre Anliegen werben : Rüstungshaushalt senken und Rüstungsindustrie umstellen, statt Europa für künftige Kriege ums Öl und Rohstoffe aufrüsten !

Wie Thomas Rödl, der bayerische Sprecher der DFG-VK informierte, kommt jeder Euro für Waffen aus unseren Taschen - mit diesem Geld könne der Bund besser auch sinnvolle Dinge finanzieren oder produzieren lassen. Der Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland wäre ein wichtiger erster Schritt zur Abrüstung.

Die bayerisch-baden-würthembergische Friedensfahrradtour endet am 5.8. , dem Vorabend des Hiroshima-Tages, in Ludwigsburg, wo sie sich mit gleich gesinnten RadlerInnen aus ganz Europa treffen und an dieses katastrophale Ereignis mahnend erinnern wollen.

Nach einem farbenprächtigen Zug durch die Mindelheimer Innenstadt trafen sich die FriedensfreundInnen im wunderschönen Innenhof des Pfarrheimes , den Stadtpfarrer Schnegg großzügig zur Verfügung gestellt hatte. Dort wurden sie von der Pax Christi Gruppe und anderen Mindelheimer SympathisantInnen, sowie von Dr. Thomas Mehle von der kaufbeurer Initiative für Frieden und Abrüstung und dem Mindelheimer Joachim Gabriel vom Landesvorstand und Kreisverband der Linkspartei. begrüsst.

Letztere hatten zusammen mit der Biobäckerei Fässler für das leibliche Wohl der Gruppe gesorgt, und so entspann sich, bei wunderschönem Wetter und in eindrucksvollem Ambiente eine lebhafter Austausch von friedensbesorgten Menschen jenseits aller Gruppengrenzen und Einzelinteressen.