Schritte zur Abrüstung

28. Juli - 6. August:
"Auf Achse für Frieden, Abrüstung und ein ziviles Europa!"

Stuttgart/München, 20. Juli. Unter dem Motto "Auf Achse für Frieden, Abrüstung und ein ziviles Europa!" veranstalten die Landesverbände Bayern und Baden-Württemberg der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) vom 28. Juli bis 6. August eine Aktionsradtour von Amberg über Regensburg, Ingolstadt, Augsburg, Ulm, Tübingen nach Stuttgart. Im Vorfeld des 60. Jahrestags der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki begleitet die Radtour drei inhaltliche Schwerpunkte: atomare Abrüstung, die Kürzung der Rüstungshaushalte und die Konversion von Militärgeländen und Rüstungsbetrieben.

Tommy Rödl, DFG-VK Bundessprecher aus München kritisiert: "Obwohl in Deutschland das Geld für Bildung, Gesundheit und Renten fehlt, werden Milliardenbeträge verschwendet, um die Bundeswehr im Rahmen eines geeinten Europa von einer Verteidigungs- zu einer Angriffsarmee umzubauen und mit den teuersten Waffensystemen (z.B. den Eurofighter) aller Zeiten auszurüsten." Davon profitieren zunehmend Unternehmen wie das Luft- und Raumfahrtunternehmen Daimler-Chrysler/EADS mit Werken u.a. in Ingolstadt, Augsburg und Ulm. "Aus diesem Grunde suchen wird das direkte Gespräch mit Menschen, die von Rüstungsproduktion und Militär abhängig sind und werben für eine zivile Außen- und Sicherheitspolitik" so Rödl weiter.

Die DFG-VK verfolgt das Ziel, den Rüstungshaushalt mit derzeit 24 Mrd. Euro jährlich um mindestens 5 Prozent zu senken und das eingesparte Geld u.a. für die Förderung ziviler Konfliktbearbeitung und die Steigerung der Mittel für die Entwicklungshilfe eingesetzt werden. Diese Weichenstellung ermögliche die sozialverträgliche Konversion militärisch genutzter Flächen und Unternehmen.

Zum zweiten Schwerpunkt der Radtour bemerkt Roland Blach, DFG-VK Landesgeschäftsführer aus Stuttgart: "Gemeinsam mit den internationalen Bürgermeistern für den Frieden, und mit vielen weiteren Nichtregierungsorganisationen sind wir mit der Radtour an einer weltweiten Abrüstungskampagne beteiligt, mit dem Ziel, eine Welt ohne Atomwaffen bis 2020 zu erreichen". Die Tour werde von den Bürgermeistern in Augsburg und Engstingen empfangen und werbe für die Idee einer atomwaffenfreie Zone in Europa, die Beendigung der atomaren Rolle der Tornado-Kampfbomber der Luftwaffe sowie den Abzug der US-Atombomben aus Deutschland.

Zum Abschluss beteiligen sich die Teilnehmer der Radtour an der "Nacht der Hunderttausend Kerzen" (5./6.8.) vor der US-amerikanischen Kommandozentrale EUCOM in Stuttgart, um den Opfern des Atombombenabwurfs auf Hiroshima zu gedenken und um Bewusstsein für die Notwendigkeit einer atomwaffenfreien Welt zu schaffen. Die DFG-VK kritisiert, dass nach wie 30.000 Atomwaffen weltweit stationiert seien, knapp 7000 davon in ständiger Alarmbereitschaft. Die USA und andere Atommächte planen die Entwicklung neuer Atombomben. Auch in Ramstein und Büchel (Rheinland-Pfalz) lagern nach wie vor mindestens 65 US-Atombomben.

Kontakt:
Tommy Rödl, 089-89623446
Roland Blach, 0711-2155112

Tourplan und weitere Informationen:
www.schritte-zur-abruestung.de/2005-tour.htm

Möglichkeit für Fototermine u.a.:
30.7. Regensburg, Infostand Neupfarrplatz, 10 - 12 Uhr
1.8. EADS Manching, 7 - 9 Uhr
1.8. Schrobenhausen, Infostand zentral, ca. 12 - 13.30 Uhr
2.8. EADS Augsburg-Haunstetten, 9 - 10 Uhr
2.8. Augsburg, Königsplatz, Infostand, ca. 11 - 12 Uhr
3.8. Ulm, Fußgängerzone, Infostand 12 - 16 Uhr
4.8. Engstingen, Eberhard-Finck-Kaserne auf der Haid, 16 Uhr
5.8. Tübingen, Holzmarkt, 11 - 12 Uhr
5.8. EUCOM Stuttgart, 22 Uhr

Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
Landesverband Baden-Württemberg
Haußmannstraße 6
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