
Am 6. August 2005 jährt sich zum 60. Mal der Atombombenabwurf auf Hiroshima. Gemeinsam mit den internationalen Bürgermeistern für den Frieden - angeführt vom Bürgermeister von Hiroshima Tadatoshi Akiba -, mit Nichtregierungsorganisationen und interessierten BürgerInnen, sind wir "Auf Achse für Frieden" an einer weltweiten Abrüstungskampagne beteiligt. Unser Ziel: Eine Welt ohne Atomwaffen bis 2020!
Nach wie vor sind 30.000 Atomwaffen weltweit stationiert, knapp 7000 werden in ständiger Alarm-bereitschaft. Nach wie vor belasten die Folgen der Atomwaffenversuche die Atmosphäre, nach wie vor werden Kernwaffenversuch unternommen. Die USA und andere Atommächte planen die Entwicklung neuer Atombomben, z.B. der "Mini-Nukes", die den Einsatz von Atomwaffen wahrscheinlicher werden lassen. In Ramstein und Büchel in Rheinland-Pfalz lagern nach wie vor mindestens 65 US-Atombomben. Deutschland verfügt über die Urananreicherungstechnik, über Tonnen von Plutonium und über Trägermittel für Atomwaffen. Deutschland ist Atommacht auf Abruf.
Die US-amerikanische US-Militärzentrale EUCOM in Stuttgart hat die Befehlsgewalt über die in Europa stationierten US-Atomwaffen und ist eine Schaltstelle für Kriege in Europa, Afrika und dem Nahen Osten. Ohne das EUCOM wäre z.B. der Irak-Krieg nicht möglich (gewesen).
Obwohl in Deutschland das Geld für Bildung, Gesundheit und Renten fehlt und im Haushalt eine Lücke von über 40 Milliarden Euro klafft, werden Milliardenbeträge verschwendet, um die Bundeswehr im Rahmen eines geeinten Europa von einer Verteidigungs- zu einer Angriffsarmee umzubauen und mit den teuersten Waffensystemen (z.B. den Eurofighter) aller Zeiten auszu-rüsten. Davon profitieren zunehmend Unternehmen wie das Luft- und Raumfahrtunternehmen Daimler-Chrysler/EADS mit Werken u.a. in Ingolstadt, Augsburg und Ulm. Ein ziviles Deutschland in einem zivilen Europa verzichtet auf Interventionstruppen und Atomwaffen und setzt stattdessen auf eine Politik für Frieden und Gerechtigkeit.
Der Rüstungshaushalt mit derzeit 24 Mrd. Euro sollte jährlich um mindestens 5 Prozent gesenkt und das eingesparte Geld u.a. für die Förderung ziviler Konfliktbearbeitung und die Steigerung der Mittel für die Entwicklungshilfe eingesetzt werden. Diese Weichenstellung ermöglicht die sozialverträgliche Konversion militärisch genutzter Flächen und Unternehmen .
9 Tagesetappen mit Streckenlängen zwischen 50 und 80 km führen von Amberg über Regensburg - Ingolstadt - Augsburg - Dillingen - Ulm - Engstingen - Tübingen - nach Stuttgart.
Danach führt eine sportliche Tagesetappe am 6. August über 350 km von Stuttgart über Ramstein nach Büchel. Damit wird die Radtour mit einem internationalen Friedenscamp bei Ramstein und einer Gedenkveranstaltung am einzigen Atomwaffenstandort mit deutscher Beteiligung verbunden.
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